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Ein Fledermaus-Erlebnishaus
Die unteren Räume des Hauses gestalten wir
zu einem Fledermaus-Infozentrum um. So
können sich Schulklassen, Kindergärten und
alle anderen Interessierten vor Ort über Fledermäuse
und deren Lebensgewohnheiten schlau machen.
Über Infrarot-Kameras hat jeder einmal die
Möglichkeit, einen Blick in die Kinderstube der
Mausohren zu werfen und sie life zu erleben.
Der Dachboden ist nur von April bis Oktober
für die Mausohren interessant. Die übrige Zeit
verbringen sie in frostfreien Höhlen, Kellern,
Bunkern und ehemaligen Bergwerksstollen.
Doch auch hier droht ihnen Gefahr. Ihre Fettreserven
reichen für den rund fünfmonatigen
Winterschlaf nur, wenn die Fledermäuse nicht
gestört werden. Das Betreten der Winterquartiere
könnte daher tödliche Folgen haben.
Deswegen wurden bereits seit 1985 im Lahn
Dill-Kreis über 100 Bergwerksstollen von der
HGON vergittert. Darunter auch eines der
größten hessischen Winterquartiere, die „Grube
Emma“ bei Allendorf. Sie liegt etwa zwei
km vom Fledermaushaus entfernt und beherbergt
alleine über 100 Mausohren.
Der Aktionsradius der Mausohren kann drei
bis 15 km betragen. Die HGON hat dafür
gesorgt, dass die umliegenden FFH Gebiete
(5416-302 und 5415-304), zwei große Laubwald-
Komplexe von zusammen 4.289 ha, in
das euröpäische Schutzgebietsnetz NATURA
2000 aufgenommen wurden.
Mit dem Kauf des Fledermaushauses und
dem Schutz der Winter- und Jagdgebiete ist
es der HGON gelungen den ganzjährigen
Schutz der Mausohrkolonie sicherzustellen.
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